Tageszorn

Freitag, 26. Juni 2009
Tagesschau. Erster Beitrag: Michael Jackson ist tot. Zweiter Beitrag: Mehr Michael Jackson. Dritter Beitrag: Ein Reporter ist live "vor Ort", denn - Michael Jackson ist tot. Außerdem: Schweigeminute im US-Senat, man fasst es kaum, Michael Jackson ist tot.

All das geht spurlos an mir vorüber, denn meine Fassungslosigkeit ob der grotesken Nutzung der wenigen Sendezeit (ein Drittel Michael Jackson, ein Drittel Wetter, ein Drittel Rest), in die ja eigentlich alle wichtigen Nachrichten des Tages gepresst werden müssten (ich erwartete fast noch, in einem Halbsatz gegen Ende, die Anmerkung, dass die Sowjets wieder Atomraketen in Kuba stationieren wollen und darob der dritte Weltkrieg auszubrechen droht), wurde noch überschattet durch einen Nebensatz des Nachrichtensprechers gleich zu Beginn. Michael Jackson, der King of Pop, der "beste Musiker aller Zeiten".

Läuft

Mittwoch, 24. Juni 2009
Wenn man an der Universität den Vortrag eines Referats unterbrechen muss, um Vokabelfragen zu klären, dann weiß man um die Qualität bundesdeutscher Bildung. Macht aber nichts, sind im Zweifel alles Lehrämtler. Bei denen ist ja auch die Note egal, Hauptsache sie kommen irgendwie durch...

Neulich in Runes of Magic (8)

Montag, 15. Juni 2009
Viel Uni, wenig Zeit, daher hier ein (ein paar Tage alter) Zusammenschnitt eines Gesprächs in RoM. Hintergrund: Man kann die Stats von gefundenen Gegenständen (etwa +35 Intelligenz) auf "purified fusion stones" draufpacken, und von da auf einen besseren Gegenstand transferieren. Genau das wollte ich hier machen, scheiterte aber schnell an den mangelnden Englischkenntnissen des ersten (und einzigen) Interessenten.



Schneegestöber im Mai in Frankfurt

Donnerstag, 04. Juni 2009
Student mit zuwenig Zeit, wo gibt es denn sowas. Hier!
Dieses Semester ist voll mit Verfahrenstechnischen Versuchen, Protokollen dazu, Studienarbeit, vor- und nachbereiten der Messe in Frankfurt, etc.
Heute soll es vornehmlich um die ACHEMA in Frankfurt gehen.
Ca. 173000 Besucher waren dort, knapp 4000 Aussteller und einer von diesen Ausstellern waren wir. Aus unserem kleinen Brauprojekt "Campusperle" wird sich wohl eine eigenständige Firma entwickeln, die dort in Frankfurt vorgestellt wurde. Worum gehts? Modulare Brauanlagen sollen hergestellt werden; modular in dem Sinne, dass die Brauanlage praktisch mit den Wünschen und den Interessen des Brauers mitwachsen und sich entwickeln soll. Soll nicht nur Bier gebraut werden, sondern auch fermentierte Limonade, einfach ein weiteres Modul der bestehenden Anlage hinzufügen. Soll statt 10 liter 250 gebraut werden, einfach wieder an uns wenden, größere Behälter werden umgehend in die Post gegeben. Soll die Anlage nicht mehr im Komplett-Handbetrieb laufen, sondern vollautomatisch? Einfach ein Automatisierungsmodul der bestehenden Anlage hinzufügen.
Soweit die Planung. Ist aber alles einfacher gesagt als getan. Fördergelder wollen beantragt werden, müssen ausgegeben werden, aber nur, wofür? Nebenher muss die Anlage auch noch entworfen werden. Wie erstellt man einen Businessplan, da müssen Seminare besucht werden. Wie siehts mit dem Patenrechts aus. Wie dick muss der Behälterboden sein, damit im Dampfdruckkessel auch ordentlich gekocht werden kann und auch noch ca. 300 Kilo an Wasser und Malz hineinpassen. Wo gibt es die besten Angeboten für solche Platten?
Unter Anderem um den letzten Punkt zu klären waren wir in Frankfurt. Bei knapp 4000 Ausstellern werden sich ja wohl Pumpen-, Rührer-, Heizungs-, Behälterhersteller etc. finden.
Fanden sich auch. Zu hauf. Von Heizmanschetten, welche man um Behälter mit Klettverschluss legen kann über Schneckenpumpen bis hin zu aerodynamisch wie ein Flugzeugflügel geformte Rührer, mit denen sich die Maische besonders schonend aufwirbeln lässt war alles dabei. Mächtig Kontakte geknüpft, neue Geschäftsfelder entwickelt: von verpulversierung von Bier bis zu Franchiseideen, alels dabei gewesen.
Alles in allem war die Messe ein voller Erfolg. Haben Hersteller gefunden, die uns unterstützen möchten, die mit uns das weiterentwickeln wollen, etc.

Da die Unterkuft und die Fahrt ja von den Fördermitteln bezahlt wurden, konnte man Abends auch gut weggehen, als Gegenpol quasi zum Stundenlagen stehen auf der Messe. In Frankfurt gibt es ja das Ebbelwoiviertel wo es natürlich Ebbelwoi ansich gibt, aber halt auch Schneegestöber, was nach genug Apfelweinen direkt schmeckte. Leider kein Bild gefunden, aber hier das Rezept. Womit wir wieder beim Titel des Posts angekommen wären.

Da muss irgendwo ein Nest sein

Sonntag, 24. Mai 2009
Es ist Zeit für ein zweites Kreuz im Gürtel. Ich dachte schon, es gäbe einen Fehler in der Matrix, als ich das Unheil verheißende Surren über meinem Haupt hörte. Ein kurzer Blick nach oben bestätigte aber, dass sich in der Tat abermals eine Hornisse an meiner Deckenlampe eingefunden hatte, und in freudiger Regelmäßigkeit versuchte, deren Plastikabdeckung mit gezielten Kopfstößen zu durchbrechen. Das konnte ich natürlich nicht zulassen, griff also nach meiner getreuen Fliegenklatsche (allerdings eine neue, die vom letzten Mal ist seitdem an Altersschwäche gestorben), schloss noch schnell die zu Lüftungszwecken geöffnete Abdeckung meines Rechners, zum Schutz vor etwaigen Querschlägern, und wartete einen günstigen Moment ab. Dann setzten die alten Reflexe eines Veteranen aus den Hornissenkriegen ein, die Klatsche surrte durch die Lüfte, und die Hornisse wurde auf praktisch derselben Flugbahn durch den Raum geschmettert, wie schon ihre Vorgängerin in Tat und Geiste. Genau wie damals noch ein paar Schläge zur Sicherheit hinterher, um jedwede Gedanken an Auferstehung im Keim zu ersticken, und dann war die Sache auch schon gelaufen. Flo: 2, Hornissen: 0.

Gamersglobal²

Samstag, 16. Mai 2009
Anno dazumal hatten wir auf gamersglobal.com verlinkt. Jetzt gibt es das ganze in deutsch und in besser, deshalb sei hier, der Vollständigkeit halber, ebenfalls ein Link dorthin gesetzt.